Maserati A6G 2000

Maserati A6G 2000

1950 bis 1953

Im Namen A6G 2000 fand man das “A” von Alfieri, dem Gründer Alfieri Maserati, der im Jahr 1932 verstorben war. Die “6” gab die Zylinderzahl an und das “G” stand für Ghisa, womit man auf die Gusseisentechnik des Motorblocks verwies – schon bald sollte man bei Maserati jedoch wieder zu Metalllegierungen zurückkehren. Die 2000 stand für die zwei Liter Hubraum. Bohrung und Hub hatte man im Vergleich zum vorangegangenen 1,5–Liter-Modell vergrößert. Der Reihensechszylinder verfügte über eine kettengetriebene oben liegende Nockenwelle mit drei Vergasern, womit das Triebwerk 90 respektive 100 PS entwickeln konnte. Die Höchstgeschwindigkeit lag damit zwischen 160 und 180 km/h. Die Abmessungen des Chassis blieben unverändert, doch die Hinterradaufhängung war nun mit Torsionsfedern aus dem Fiat 1100 ausgestattet.

Der Maserati A6G 2000 wurde im Jahr 1950 in Turin mit einer Karosserie von Pinin Farina präsentiert. Pinin Farina entwarf neun 4-sitzige Fließheckcoupés, die sich allesamt durch eine hoch angesetzte Taille auszeichneten. Frua aus Turin war für fünf Cabriolets und ein Coupé verantwortlich, während Vignale ein Coupé-Einzelstück von Giovanni Michelotti hinzufügte. Alle 16 Fahrzeuge wurden zwischen 1950 und 1951 gefertigt. Doch das Modell wurde in der Maserati Palette erst 1954 mit der Einführung des stark überarbeiteten A6G/54 ersetzt. Handgefertigt und äußerst exklusiv machte die A6G Serie dank der Qualität, des Finishs und der Leistung Maserati zu einem der edelsten Sportwagenhersteller der Welt

Technische Details

ModellA6G 2000
Maserati interner CodeTipo A6G
Produktionsbeginn1950
Anzahl gefertigte Exemplare16
ZündungEinfachstecker, Marelli ST95DAS Zündspulanlage
SchmierungEinzelölpumpe
Getriebe4-Gang + Rückwärtsgang, Hinterradantrieb, Trocken-Mehrscheibenkupplung
Untersetzung01.04,4
ÜbersetzungsverhältnisseI= 3,68; II= 1,78; III= 1,35; IV= 1 R=6,20
ChassisRohrrahmen mit vier Hauptseiten längs und Querelementen
Aufhängung vorneEinzelradaufhängung mit Spiralfedern, hydraulische Houdaille-Stoßdämpfer
Aufhängung hintenstarre Achse, Spiralfedern längs, hydraulische Houdaille-Stoßdäpfer und Querstabilisator
Bremsenhydraulische Trommelbremsen rundum
LenkungSchneckenlenkung
Kühlungwassergekühlt, Zentrifugenpumpe
Länge-Breite-Höhe
Länge160,63 in. (4.080 mm)
Breite59,84 in. (1.520 mm)
Höhe53,15 in. (1.350 mm)
Radstand100,39 in. (2.550 mm)
Spurweite vorne1.274 mm
Spurweite hinten1.251 mm
Trockengewicht2.425 lbs (1.100 kg)
Bereifungvorne/hinten 5,50x16
RäderStahl oder Drahtspeichenräder; 3.50x16
Höchstgeschwindigkeit99 mph (160 km/h)
KarosserieZweitürer, 2-sitzer Coupé, 2+2 Coupé oder Spider
Tank12,65 Imp. gal. (55 Liter)
Reichweite300 km
Einsatz1950-1953
Erstes Rennen
MotorReihensechszylinder
Bohrung und Hub72x80 mm
Hubraum gesamt1.954.3 cm3
Hubraum (pro Zylinder)325,7 cm3
Kompressionsverhältnis7,8:1
Leistung max.100 PS bei 5.550 U/Min.
Drehmoment max.
Ventiltriebzwei Ventile pro Zylinder, einfache oben liegende Nockenwelle
BenzinzufuhrSaugermotor mit drei Weber 36DCR Vergasern (oder einfachem 40 DCR)