Maserati Mistral 3.7

Maserati Mistral 3.7

1963 bis 1970

Der Wagen, den man ganz schlicht “2 Posti” (oder auch “Berlina 2 Posti”, so Road & Track noch im Jahre 1964) nannte, bekam den Namen Mistral aufgrund eines Vorschlags von Maserati Frankreich-Importeur Colonel John Simone. Mistral ist der Name des Windes, der aus der Richtung Nord-West zum Mittelmeer hin weht. Der Maserati 2-Sitzer hieß von diesem Augenblick an Mistral und auch die kommenden 2-Sitzer sollten Windnamen tragen. 2+2-Coupés wurden weiterhin nach Rennstrecken benannt, wie man es ein Jahr zuvor mit dem Sebring getan hatte.

Die Maserati Modellpalette umfasste im Jahr 1964 mehr Fahrzeuge als je zuvor: Mistral und Quattroporte, Sebring, 3500 GT und 3500 GT Spyder. Das Design des Mistral war dank Pietro Frua aus Turin ein durchschlagender Erfolg. Der Wagen war durch seinen Lufteinlass unter der Frontstoßstange unglaublich innovativ und besaß somit keinen traditionellen Kühlergrill mehr. Das hoch liegende Heck des Wagens hatte ebenfalls eine Premiere zu bieten: die Heckklappe. Große Fenster sorgten im Fahrzeuginneren für ein lichtdurchflutetes Cockpit.

Die Karosserien wurden von Maggiora in Turin gefertigt und bei Officine Padane in Modena verfeinert. Die meisten Mistral waren in Leichtmetall gekleidet, doch ab 1967 gab Stahl den Ton an und lediglich die Motorhaube und die Türen waren noch aus Leichtmetall gefertigt. Das Chassis aus Vierkantrohren war neu und hatte einen Radstand von lediglich 2,4 Metern, zehn Zentimeter weniger als bei Sebring und Vignale Spyder.

Der Hubraum des Motors wurde auf 3,7 Liter erweitert. Das gleiche Triebwerk sollte später in den Sebring integriert werden, während der Mistral Spyder zu Beginn mit einem 3,5-Liter-Triebwerk ausgestattet wurde, das man für eine offene Version als ausreichend hielt. In der Original-Broschüre hieß es: “Doppelzündung und indirekte Benzineinspritzung bieten außergewöhnliche Leistung, Laufruhe und Wirtschaftlichkeit”. Sämtliche Mistral waren mit Scheibenbremsen ausgestattet, während Klimaanlage, 3-Gang-Automatikgetriebe und Autoradio als Sonderzubehör angeboten wurden.

Technische Details

ModellMistral 3700
Maserati interner CodeTipo AM109
Produktionsbeginn1963
Anzahl gefertigte Exemplare828 (zusammen mit dem 4.0)
ZündungDoppelstecker, Zündanlage
SchmierungDruckschmierung, Einzelpumpe
Getriebe5-Gang + synchronisierter Rückwärtsgang, Einzeltrockenkupplung mit flexibler Kopplung und Hydraulik
Untersetzung1:3,54 (3,77 auf Anfrage, 3,31 mit Automatikgetriebe)
Übersetzungsverhältnisse I=3,0; II=1,705; III=1,24; IV=1; V=0,85; R=3,17
ChassisRohr-Leiterrahmen Stahl oder Aluminium Plattform Chassis
Aufhängung vorneQuerlenker, Spiralfedern, Teleskopstoßdämpfer und Querstabilisator
Aufhängung hintenBlattfedern längs, hydraulische Teleskopstoßdämpfer und Querstabilisator
BremsenServoscheibenbremsen, hydraulischer Doppelkreislauf
Bremsen vorne
Bremsen hinten
LenkungSchneckenlenkung
Kühlungwassergekühlt, Zentrifugalpumpe
Länge-Breite-Höhe
Länge177,16 in. (4.500 mm)
Breite65,75 in. (1.675 mm)
Höhe51,18 in. (1.300 mm)
Radstand94,49 in. (2.400 mm)
Spurweite vorne54,7 in. (1.390 mm)
Spurweite hinten53,5 in. (1.360 mm)
Trockengewicht3.152 lbs (1.430 kg)
Leergewicht
Bereifungvorne/hinten 205 VR x 15 Cinturato HS Pirelli
Reifen vorne
Reifen hinten
RäderDrahtspeichenräder, 600x16
Höchstgeschwindigkeit155 mph (255 km/h)
KarosserieZweitürer, 2+2 Berlinetta
Tankzwei Tanks, gesamt 15.5 Imp. gal. (70 Liter)
Reichweite
0-60 mph6,4 Sek. (0 auf 100 km/h)
Einsatz1963-1970
Motor6-Zylinder in Reihe
Bohrung und Hub86x106 mm
Hubraum gesamt3.694,41 cm3
Hubraum (pro Zylinder)615,735 cm3
Kompressionsverhältnis8.08.01
Leistung max.245 PS bei 5.500 U/min
Drehmoment max.38 kgm bei 3.500 U/min
Ventiltriebzwei Ventile pro Zylinder, zwei oben liegende Nockenwellen
BenzinzufuhrLucas indirekte Einspritzung
Treib- & SchmierstoffeN.O 98/100 RM