Maserati 3500 GT Convertibile
Ab dem Jahr 1961 wurde Spyder die offizielle Bezeichnung für offene Wagen, zumindest für Export-Märkte. Der Karosseriemeister Alfredo Vignale aus Turin wurde die Ehre zuteil, die offene Version vom ersten von Maserati in großer Stückzahl produziertem GT zu bauen. Das Design des Autos stammte von Giovanni Michelotti und war im Vergleich zur Touring-Version, etwas kantiger und muskulöser. Touring hatte ebenfalls eine offene Version des Coupés vorgestellt, von der lediglich drei Exemplare gefertigt wurden, während Vignale einige Prototypen produzierte, die sich in einigen Details unterschieden, bevor man das endgültige Design für die Produktion gefunden hatte. Im Laufe von sechs Jahren wurden insgesamt 243 Spyder gefertigt.
Die Mechanik entsprach der des Coupés, wobei der Radstand um zehn Zentimeter verkürzt war. Wie für das Coupé standen eine Lucas-Direkteinspritzung und ein 5-Gang-Getriebe ab 1961 zur Verfügung, zudem Scheibenbremsen rundum ab 1962. Die Karosserie war aus Stahl gefertigt, während die Türen, die Motorabdeckung und der Kofferraumdeckel aus Leichtmetall waren. Aus Leichtmetall war auch das Hardtop, das es als Zubehör gab. Elektrische Fensterheber gab es serienmäßig. Die Leistung war einem offenen Sportwagen angepasst: Höchstgeschwindigkeit betrug 220 km/h für die Version 3500 GTi.
Technische Details
| Modell | 3500 GT Convertibile |
| Maserati interner Code | Tipo AM101/C |
| Produktionsbeginn | 1959 |
| Anzahl gefertigte Exemplare | 245 |
| Zündung | Doppelstecker, Zündanlage |
| Schmierung | Einzelölpumpe |
| Getriebe | 4-Gang + Rückwärtsgang (5-Gang ab 1960), Hinterradantrieb, Trocken-Einfachkupplung mit flexibler Kopplung und Hydraulik |
| Untersetzung | 01.03,5 |
| Übersetzungsverhältnisse | I=3; II=1,84; III=1,3; IV=1; R=3,17 |
| Chassis | Rohr-Leiterrahmen Plattform Chassis |
| Aufhängung vorne | Querlenker, Spiralfedern, Teleskopstoßdämpfer und Querstabilisator |
| Aufhängung hinten | Blattfedern längs, hydraulische Teleskopstoßdämpfer und Querstabilisator |
| Bremsen | Servobremsen vorne Scheiben hinten Trommeln (Scheiben hinten ab 1961) |
| Lenkung | Schneckenlenkung |
| Kühlung | wassergekühlt |
| Länge | 175,19 in. (4.450 mm) |
| Breite | 64,37 in. (1.635 mm) |
| Höhe | 51,18 in. (1.300 mm) |
| Radstand | 98,42 in. (2.500 mm) |
| Spurweite vorne | 54,7 in. (1.390 mm) |
| Spurweite hinten | 53,5 in. (1.360 mm) |
| Trockengewicht | 3.267 lbs (1.482 kg) |
| Bereifung | vorne/hinten 5.50x16 |
| Höchstgeschwindigkeit | 143 mph (230 km/h) – mit Einspritzung: 149 mph (238 km/h) |
| Karosserie | Zweitürer, 2-sitziges Cabriolet |
| Tank | 16.50 Imp. gal. / 23 US gal. (75 Liter) |
| Einsatz | 1959-1964 |
| Erstes Rennen | Motor Reihensechszylinder |
| Bohrung und Hub | 86x100 mm (3,38x3,94 in.) |
| Hubraum gesamt | 3.485.29 cm3 (212,7 c.i.) |
| Hubraum (pro Zylinder) | 580,88 cm3 |
| Kompressionsverhältnis | 8,5:1 |
| Leistung max. | 220 PS bei 5.500 U/min (235 PS bei 5.800 U/min ab 1961 mit Einspritzung) |
| Drehmoment max. | 35 kgm (254 lbs/ft) bei 3.500 U/Min. (36 kgm bei 3.600 U/min ab 1961 mit Einspritzung) |
| Ventiltrieb | zwei Ventile pro Zylinder, doppelte oben liegende Nockenwelle (kettengetrieben) |
| Benzinzufuhr | Saugermotor mit drei 42 DCOE Vergasern (oder Lucas Direkteinspritzung ab 1961) |



