Maserati 4CM 2500
Nichtsdestotrotz lief in den Jahren nach dem Tod Alfieris die Produktion auf vollen Touren weiter, auch wenn die Fahrzeuge möglicherweise nicht mehr ganz so innovativ waren.
Im Jahr 1933 wurde neben einem neuen 2,0-Liter-Motor für den 4CM 2000 auch ein Triebwerk mit 2.482 cm3 und 195 PS entwickelt. Letzteres sollte im Grand-Prix-Sport zum Einsatz kommen. Doch erst im Jahr 1934 wurde dieses Triebwerk schließlich in ein Chassis montiert, das jedoch bereits veraltet war. Es besaß mechanische Bremsen und einen etwas längeren Radstand als der des 4CM 2000. Der Wagen wurde Piero Taruffi anvertraut, der damit beim Grand Prix von Monaco antrat: Kurz vor Ende des Rennens musste der Italiener aber aufgeben, als er sich als bester Maserati Pilot auf Position vier befand.
Die Sport-Version trug die Bezeichnung 4C, während der Einsitzer als 4CM bezeichnet wurde. Der 2500 blieb ein Einzelstück, ebenso wie sein kleiner Bruder, der 4CM 2000. Einige Zeit später wurde das 2.500-cm3-Triebwerk nach einem Motorschaden wieder hergestellt und auf ein Chassis Tipo 4CM (Einsitzer) montiert. Im Jahr 1935 wurde das Fahrzeug nochmals überarbeitet und schließlich von Nino Farina gefahren. Im Folgejahr wurde das Triebwerk in ein Sport-Chassis montiert und das Fahrzeug nahm mit Carlo Felice Trossi am Steuer an einigen Motorsportveranstaltungen teil. Seinen letzten Auftritt hatte das 2.500-cm3-Triebwerk im Jahr 1937, als es in ein Chassis Tipo 6CM montiert wurde und mit dem ungarischen Fahrer László Hartmann an den Start ging.
Technische Daten
| Modell | 4C 2500 |
| Baujahr | 1934 |
| Zündung | Einzelzündung mit Scintilla Magnet |
| Schmierung | Druckschmierung mit Vor- und Rücklaufpumpe |
| Getriebe | 4 Gänge + RG |
| Chassis | zwei Längsträger mit Querversteifungen aus Stahlprofilen |
| Radaufhängung vorn | Blattfedern und Reibungsdämpfer |
| Radaufhängung hinten | Blattfedern und Reibungsdämpfer |
| Bremsen | Trommelbremsen an den Rädern, mit mechanischer Betätigung |
| Lenkung | Segmentlenkung |
| Kühlsystem | Wasserumlaufkühlung, Kreiselpumpe |
| Länge | 3.680 mm |
| Breite | 1.500 mm |
| Höhe | 1.350 mm |
| Radstand | 2.450 mm |
| Leergewicht | 700 kg |
| Reifen | vorn/hinten 5.00x19; Pirelli |
| Räder | Speichenfelgen |
| Höchstgeschwindigkeit | 220 km/h |
| Karosserie | Zweisitziger Sport- oder Rennwagen mit Aluminiumkarosserie |
| Benzintank | 115 Liter |
| Nutzungsjahre | 1934-1937 |
| Erstes Rennen | 1934 - GP von Monaco |
| Motor | stehend, 4 Zylinder in Reihe |
| Bohrung und Hub | 84x112 mm |
| Hubraum | 2.482,6 cc |
| Verdichtungsverhältnis | 5,8:1 |
| Maximale Leistung max. | 195 PS bei 5.300 U/min |
| Nockenwellenantrieb | zwei Ventile pro Zylinder in 90°-V-Stellung, zwei ONW |
| Treibstoffzufuhr | Aufladung mit Roots-Kompressor, ein Vergaser Weber 55AS1 oder DCO vor dem Kompressor |



