Maserati Geschichte

Erleben Sie die Geschichte des Hauses Maserati von 1914 bis heute

Am 01. Dezember 1914 wurde im Handelsregister von Bologna die Gründung der Officina Alfieri Maserati eingetragen. Bis heute war und ist Maserati ein bedeutender Teil der Geschichte und Kultur im Sportwagenbereich.

Es folgte beinahe ein ganzes Jahrhundert, in dem das Haus großartige Erfolge im Motorsport und im Bereich der Straßenwagen feiern konnte. Es gab jedoch auch schwierige Momente, die jedoch dazu beitrugen, den Charakter des Unternehmens zu formen und zu stärken.
 
In diesem Bereich möchten wir die verschieden Etappen der Marke Maserati Revue passieren lassen. Vom Geschwindigkeitsweltrekord Borzacchinis im Jahr 1929 mit 246,029 km/h, zum Formel 1-WM Titel mit Fangio auf dem 250F im Jahr 1957, bis hin zur Markeinführung des neuen GranTurismo S Automatik mit seinen 440 PS auf dem Genfer Automobilsalon des Jahres 2009.
 
Die Geschichte des Hauses Maserati zeichnet sich nicht nur durch sportliche Erfolge und die Einführung großartiger Straßenwagen aus. Es ist auch die Geschichte eines großartigen Unternehmens, das man nur verstehen kann, wenn man auch die industrielle Geschichte dahinter kennt.
 
Der Umzug des Unternehmens im Jahr 1940 von Bologna nach Modena, in den derzeitigen Firmensitz an der Viale Ciro Menotti sowie die Übernahme durch die Ferrari S.p.A. im Jahr 1997 sind lediglich zwei bedeutende Beispiele, welche wichtige Evolutionen im Bereich der Entwicklungsstrategie und der Präsentation neuer Wagen beeinflusst haben.
 
Die Geschichte des Hauses Maserati ist die Geschichte einer Marke, die in einer kleinen Stadt gegründet wurde und sich zu einem internationalen Unternehmen, mit weltweiter Präsenz auf 43 Märkten, entwickeln konnte.
 
In diesem Bereich bieten wir Ihnen die Möglichkeit diese einzigartige Geschichte nachzuerleben, die Menschen hinter den Wagen kennenzulernen und die Wagen selbst zu entdecken.
 
Die Gebrüder Maserati
 
Die sieben Maserati-Brüder kommen in Voghera auf die Welt. Der Vater, Rodolfo, ist Lokführer, die Mutter Carolina Losi, kümmert sich um die Kinder: Carlo, der Erstgeborene, kommt im Jahr 1881 auf die Welt, es folgen Bindo 1883 und Alfieri 1885.
 
Wenige Monate nach dem Tod des Letztgeborenen beschließen die Eltern dem nächsten Sohn seinen Namen zu geben. Dieser kommt im Jahr 1887 zur Welt; 1890 folgt Mario, 1894 Ettore und im Jahr 1898 Ernesto.
 
Die Maserati-Brüder werden sich in ihrem Leben mit Mechanik, Planung und Automobilbau beschäftigen. Nur Mario wird Maler und er ist es möglicherweise auch, der für das Logo des Hauses, den Dreizack, verantwortlich ist, wobei er sich von der Neptun-Statue am gleichnamigen Platz in Bologna inspirieren ließ. Der erste der Brüder, der sich mit Motoren auseinandersetzt, ist Carlo. Er arbeitet in einer Fahrradfabrik in Affori, in der Nähe von Mailand, wo er einen Einzylindermotor für ein Motor getriebenes Rad entwickelt, das später von Marquis Carcano di Anzano del Parco, in dessen Motorradfabrik, produziert wird.
 
Carlo Maserati fährt auch selbst die Räder von Carcano, die mit dem von ihm entwickelten Motor ausgestattet sind, wobei er mehrere Rennen gewinnt und im Jahr 1900 den Geschwindigkeitsrekord von 50 km/h aufstellt.
 
Im Jahr 1901 wechselt Carlo zu Fiat, nachdem Carcano das Werk schließen muss. 1903 kommt er als technischer Mitarbeiter und Prüfer zu Isotta Fraschini. Isotta stellt aufgrund seiner Empfehlung schließlich auch seinen erst 16 Jahre alten Bruder Alfieri an.
 
Carlo hat eine brillante jedoch kurze Karriere, da er im Alter von lediglich 29 Jahren - nachdem er zuvor noch für Bianchi arbeitet, Rennen fährt, zum Generaldirektor von Junior aufsteigt und gemeinsam mit seinem Bruder Ettore ein Unternehmen zur Produktion von elektrischen Anlagen für Automobile mit niedriger und hoher Spannung gründet - verstirbt.
 
Alfieri wird umgehend der geistige Erbe Carlos, von dem er den extrovertierten Charakter und die technischen sowie rennfahrerischen Fähigkeiten geerbt hat.
 
Im Jahr 1908 vertraut ihm Isotta einen Wagen an, den Alfieri beim Großen Preis der Kleinwagen von Diepe trozt eines Schadens am Vergaser auf Rang 14 ins Ziel bringt.
 
In der Zwischenzeit beginnen auch Bindo und Ettore für Isotta Fraschini zu arbeiten, wo Alfieri erst Techniker und dann Fahrer ist. Gemeinsam mit seinem Bruder Ettore wird er sogar Vertreter des Unternehmens in Argentinien, den USA und England, bevor er im Jahr 1912 beginnt in Bologna den Kundenservice des Unternehmens zu leiten.
 
Die zahlreichen Erfahrungen der vorangegangenen Jahre lassen in Alfieri die Überzeugung reifen, dass er bereit ist ein eigenes Unternehmen zu gründen und seine Kenntnisse und seine Kreativität dafür zu nutzen.
Im Jahr 1914 mietet Alfieri in der Altstadt Bolognas in der Via de' Pepoli, einen Raum, der zum ersten Firmensitz der Officine Alfieri Maserati wird.
 
Der erste Maserati - von 1914 bis 1937
 
Nach dem 1. Weltkrieg wird der Firmensitz von der Via de' Pepoli an die Periferie Bolognas verlegt.
 
Die Tätigkeiten der Gebrüder Maserati, obwohl sie sich immer noch auf die Weiterentwicklung der Isotta Fraschinis konzentrieren, beginnen sich nun langsam auch auf andere Fahrzeugtypen auszuweiten. Alfieri beginnt seine Karriere als Rennfahrer und stellt umgehend sein Können unter Beweis indem er die Susa-Moncenisio, auf der Rennstrecke von Mugello und das Aosta-Gran San Bernardo-Rennen gewinnt. Bei Diatto bemerkt man sein Können als Techniker und Rennfahrer und bietet ihm an seine Wagen zu planen und mit diesen auch Rennen zu fahren. Im Jahr 1924, nachdem er beim GP von San Sebastian dominiert obwohl er sich fast aus dem Rennen zurückziehen muss, wird er für fünf Jahre von Rennen ausgeschlossen (das Urteil wird wenige Monate später widerrufen), da er das 2-Liter Triebwerk seines Wagens gegen einen 3-Liter Motor ausgetauscht hat. 

Abseits der Rennen widmet sich Alfieri der Arbeit in der Werkstatt, nachdem er auch die Zusammenarbeit mit Diatto beendet hat. Im
Jahr 1926 kommt der erste vollständige Maserati zur Welt: der Tipo 26, auf dem zum ersten Mal auch der Dreizack als Logo auftaucht. Der Tipo 26 gewinnt bei seinem Debüt in seiner Klasse bei der Targa Florio mit Alfieri Maserati am Steuer des Wagens.
 
Im Jahr 1927, nach einem dritten Rang bei der Targa Florio mit dem Tipo 26B, hat Alfieri bei der Coppa Messina einen schweren Unfall; obwohl der Gründer des Hauses Maserati nicht mehr teilnehmen kann, holt sich Maserati den Sieg in den italienischen Markenmeisterschaften.
 
1929 wird der V4, mit 16-Zylinder Triebwerk gefertigt, der beim GP von Italien zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Dieser Wagen stellt in Cremona, mit Bonacin Borzacchini am Steuer, den Geschwindigkeitsweltrekord über zehn Kilometer in der Klasse C auf: 246,069 km/h.
 
Der Rekord des V4 trägt bedeutend zur Imageverbesserung des Hauses bei und garantiert nun auch Kapitalfluss, um das Unternehmen und seine Aktivitäten auszuweiten.
 
Im Jahr 1930, ebenfalls mit dem V4 und mit Borzacchini, stellt sich auch der erste Gesamtsieg in einem Grand Prix, beim GP von Tripolis, ein.
 
1931 werden der 4CTR und der 8C 2500 mit Hinterradantrieb entwickelt, dem letzten von Alfieri Maserati geplanten Wagen, da er am 03. März 1932 verstirbt. An seiner Beerdigung, die in Bologna stattfindet, nehmen zahlreiche Trauergäste teil, darunter die Arbeiter des Werks, bekannte Rennfahrer und etliche Bologneser, um Alfieri die letzte Ehre zu erweisen.
 
Der Tod Alfieris entmutigt die Gebrüder Maserati nicht: Bindo verlässt Isotta Fraschini und kehrt nach Bologna zurück, um mit Ernesto und Ettore das von Alfieri begonnene Unternehmen weiterzuführen.
 
Die Motorsportaktivitäten Maseratis werden intensiv und äußerst erfolgreich fortgesetzt; es wird zudem auch ein 8-Zylinder Motor mit drei Liter Hubraum entwickelt.
 
Im Jahr 1933 taucht ein gewisser Tazio Nuvolari auf, der auch einen entscheidenden technischen Beitrag im Unternehmen leistet, besonders im Bereich der Perfektionierung des Chassis und der Abstimmung des Rahmens mit dem neuen Triebwerk.
 
Nuvolari siegt beim GP von Belgien, beim Rennen von Montenero und in Nizza. Dies ist der Beginn der Wettkämpfe mit Mercedes-Benz und Auto Union, wobei beide Automobilbauer aus Deutschland Maserati das Leben in den prestigeträchtigsten Rennen schwer machen. 
Die Erfolge lassen jedoch vor allem in den unbedeutenderen Rennen nicht auf sich warten du Maserati beginnt die Produktion des Unternehmens in diese Richtung auszurichten.
 
Im Jahr 1936 treffen die Gebrüder Maserati mit Gino Rovere auf einen Mäzen, der viel Geld in das Unternehmen investiert und Nino Farina zum Präsidenten macht.
 
Während dieser Zeit wird der 6CM gefertigt, der Maserati im Bereich der Kleinwagen eine extreme Konkurrenzfähigkeit garantiert.
 
Die goldenen Jahre: 1937 bis 1967
 
Im Jahr 1937 übergeben die Gebrüder Maserati, obwohl sie sich in keinerlei finanziellen Schwierigkeiten befinden, die Aktien des Unternehmens an die Familie Orsi aus Bologna.
 
Der Unternehmenssitz wird von Bologna nach Modena, an die Viale Ciro Menotti, verlegt, wo noch heute die Wagen produziert werden. In diesen Jahren plant Ernesto die Motoren 4CL und 8CL, welche Ende der 30er Jahre die gleichnamigen Wagen antreiben.
 
Die Gebrüder Maserati bleiben bis ins Jahr 1948 als technische Leiter in Bologna, wobei sie weiterhin, mit neuer Hingabe daran arbeiten, das Haus, trotz der starken Konkurrenz durch Mercedes, an die Spitze des Motorsports zurückzubringen. Am 30. Mai 1939 siegt Wilbur Shaw mit einem 8CTF bei den 500 Meilen von Indianapolis. Dieser wichtige Sieg kann im folgenden Jahr wiederholt werden.
 
Während dem 2. Weltkrieg widmet sich Maserati der Produktion von Werkzeugmaschinen, elektronischen Komponenten, Zündkerzen und Elektrofahrzeugen. Nach dem Krieg wird die Automobilproduktion mit einem neuen GT wieder aufgenommen: dem A6 1500. Der A6GCS debütiert unterdessen mit Alberto Ascari und gewinnt umgehend das Rennen in Modena.
 
In diesen Jahren geht es darum, sich in den Wettbewerben gegen die "Alfette", die Wagen von Ferrari und die Talbots durchzusetzen. Nach weiteren Siegen geht es für Maserati Anfang der 50er Jahre weiter bergauf, wobei auch Alfa Romeo und Ferrari in den Rennen immer stärker werden.
 
1953 wird der Ingenieur Gioacchino Colombo als technischer Leiter engagiert. Er modifiziert den A6GCM und in der Saison des gleichen Jahres holt sich das mittlerweile ausgebaute Team, weitere bedeutende Siege mit Fahrern wie Fangio, Gonzalez, Marimon, Bonetto und de Graffenried. Im GP von Italien des Jahres 1953 siegt Fangio auf Maserati vor Ascari und Farina auf Ferrari am Ende eines bis zur letzten Kurve umkämpften Rennens.
 
Ingenieur Colombo ist es auch der das Fundament für das Projekt des Maserati 250F legt, der schließlich von Alfieri entwickelt wird. 1954 wird der 250F vorgestellt. Mit diesem Wagen wird Juan Manuel Fangio das Auftaktrennen der Saison, den GP von Argentinien, gewinnen.
 
1955 und 1956 holt Maserati weitere bedeutende Siege; 1957 kehrt Fangio zu Maserati zurück und wird zum fünften Mal Formel 1-Weltmeister. In diesem Jahr siegt er in der Königsklasse mit dem 250F und verhilft dem Haus mit dem Dreizack zu seinem ersten Formel 1 WM-Titel.
 
Im gleichen Jahr kündigt Maserati jedoch auch seinen offiziellen Rückzug aus dem Motorsport an, auch wenn es kein vollständiger Rückzug werden sollte; denn die Motorsportabteilung fertigt weiterhin Rennwagen, wie etwa den "Birdcage" und andere Prototypen für private Teams.
Auch der Rückzug aus der Formel 1 ist nicht definitiv, denn die Triebwerke aus Modena finden sich weiterhin in Rennwagen wie etwa dem Cooper, für den im Jahr 1965 ein 12-Zylinder mit Dreifachzündung und drei Ventilen pro Zylinder konstruiert wird.
 
Die Einführung des 3500 GT, der im Jahr 1958 vorgestellt wird, ist ein bedeutender Moment für das Unternehmen und der Beginn einer neuen Ära des Dreizacks, wobei auch die Werkshallen erweitert werden: die Produktion und der Markt sind nun die Bereiche, auf die man sich vornehmlichst konzentriert. Motorsport ist nurmehr eine Randerscheinung.
 
Im Jahr 1962 wird der Sebring präsentiert und 1963 folgt der Quattroporte, die erste Limousine des Hauses Maserati, mit einem V8-Zylinder 90° und 4.136 ccm Hubraum.
 
Auf und ab: von 1968 bis heute
 
Im Jahr 1968, als Citroen das Aktienpaket der Familie Orsi übernimmt, kündigen sich für den Automobilbauer aus Modena große Umwälzungen an. Die Ehrenpräsidentschaft des Unternehmens hält immer noch Adolfo Orsi.
Auf dem Genfer Automobilsalon des Jahres 1971 wird das erste Serienfahrzeug des Hauses Maserati mit Mittelmotor präsentiert: der Bora mit Giugiaro-Karosserie. Gelegentlich liefert Maserati den Franzosen Motoren für Wagen, die im Motorsport zum Einsatz kommen und im Jahr 1971 siegt der Citroen SM mit Maserati-Triebwerk bei der Rallye Marocco.
 
Es folgen die Markteinführungen des Merak und des Khamsin und die Produktion des Hauses Maserati stellt das Unternehmen mehr als zufrieden. Im Jahr 1973 löst der Jom-Kippur-Krieg die erste Ölkrise aus und bringt das Unternehmen mehr und mehr in Schwierigkeiten, auch wenn diese zu Beginn nicht unlösbar erscheinen. Man präsentiert immerhin noch die Prototypen des Quattroporte II, mit einer Karosserie von Bertone, und den Merak SS.
 
Die Situation verschärft sich nun zusehends und am 23. Mai kündigt Citroen an, dass Maserati zum Verkauf angeboten wird (der französische Automobilbauer hatte zuvor ein Abkommen mit Peugeot getroffen und Interesse am Unternehmen aus Modena verloren).
 
Aufgrund des Drucks des Industrieverbands sowie der Gemeindeverwaltung und der Region greift die italienische Regierung ein und es kann, dank der GEPI, der Anstalt für Unternehmensfinanzierung, eine Schließung Maseratis abgewendet werden.
 
Am 08. August 1975 wird der Vertrag unterzeichnet mit dem Benelli den Großteil des Aktienpakets des Unternehmens übernimmt und der Argentinier Alejandro De Tomaso, der unter anderem auch auf Maserati Rennen fuhr, Geschäftsführer des Dreizacks wird.
 
De Tomaso gelingt es, wenn auch unter Schwierigkeiten, bereits im Jahr 1976 das Steuer des Unternehmens herumzureißen und präsentiert mit dem Kyalami auch umgehend ein neues Modell. Kurz darauf wird Turiner Automobilsalon der Quattroporte III mit einer Karosserie von Giugiaro vorgestellt.
 
Dank dieser neuen Modelle konnte bereits gegen Ende des Jahres ein beachtlicher Produktionsanstieg verzeichnet werden.
 
In den 80er Jahren drehte sich alles um die Produktion eines neuartigen Wagens mit maßvollen Kosten und hohen Leistungen: den Biturbo, der in über 30 verschiedenen Versionen – als Coupé und Spider - angeboten werden sollte.
 
1993 kommt es im Hause Maserati zu grundlegenden Veränderungen. In diesem Jahr übernimmt die Fiat Auto Unternehmensgruppe das gesamte Aktienpaket des Automobilbauers aus Modena.
 
Bereits im folgenden Jahr wird unter der Leitung des Turiner Unternehmens ein neues Modell vorgestellt: der von Marcello Gandini entworfene Quattroporte, der das Erbe der Vornehmheit, des Luxus und der Sportlichkeit dieses Modells in die Zukunft tragen soll.

Am 01. Juli 1997 tritt Fiat Maserati vollständig an Ferrari ab: Für das Haus mit dem Dreizack beginnt damit eine neue Ära.
 
Es wird eine äußerst innovative Fertigungsstraße geschaffen, die auf die Arbeiter zugeschnitten ist. Entlang dieser Fertigungsstraße entsteht ein neuer Wagen: der 3200 GT, der auf dem Pariser Automobilsalon des Jahres 1998 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Der von Giugiaro entworfene 3200 GT wird im gleichen Jahr noch der Quattroporte Evoluzione zur Seite gestellt und die Produktion steigt in kurzer Zeit auf über 2.000 Wagen pro Jahr an.
 
Die vollständige Neugliederung des Händlernetzes und die Erweiterung des Werks, mit der Errichtung eines neuen Gebäudes für die Unternehmensleitung, geben der Erneuerung des Unternehmens im Jahr 2000 einen weiteren starken Impuls.
 
Im folgenden Jahr wird der neue Spyder im Rahmen der IAA Frankfurt präsentiert, wobei man auch die Rückkehr des Hauses Maserati auf den nordamerikanischen Markt bekannt gibt.
 
Im Januar 2002 wird somit auf der Detroit Motor Show das Coupé präsentiert, das, wie der Spyder, einige bedeutende innovative Neuerungen mit sich bringt. So unter anderem den neuen V8 4,2-Liter Motor mit 390 PS, neue Aufhängungen, ein neues Chassis und eine F1-Schaltung.
 
Maserati kehrt mit neuen erstklassigen Modellen jedoch nicht nur auf die bedeutendsten Märkte zurück, sondern ist nun auch erfolgreich im Motorsport präsent. Mit dem MC12 startet man in den FIA GT-Meisterschaften und der ALMS und ruft mit dem Trofeo in Europa und Brasilien zwei Markenmeisterschaften ins Leben während man mit dem Trofeo Light bei den italienischen GT-Meisterschaften und den Grand-Am startet.
 
Im September 2003 wird auf der IAA Frankfurt jener Wagen präsentiert, der die Basis des unaufhaltsamen Wachstums des Hauses Maserati in den kommenden Jahren bilden sollte: die Luxuslimousine Quattroporte. Die neue Limousine mit dem Dreizack ist umgehend enorm erfolgreich; nicht nur bezüglich der im Laufe der Jahre stetig steigenden Verkaufszahlen sondern auch hinsichtlich der zahlreichen Preise und Auszeichnungen, die dem Wagen von Kunden, Fachmagazinlesern und Fachjournalisten aus aller Welt verliehen werden.
 
2005 ist ein Rekordjahr für Maserati: weltweit werden 5.659 Wagen ausgeliefert. Dies ist ein Zuwachs von 22,8 Prozent gegenüber dem bereits erfolgreichen Jahr 2004. Dieses konstante Wachstum bestätigt den im Jahr 1998 eingeschlagenen Weg; in diesem Jahr wurden lediglich 518 Wagen abgesetzt.
 
Auch die Motorsportabteilung des Hauses mit dem Dreizack feiert nun großartige Erfolge. So siegt der MC12 in den FIA GT-Weltmeisterschaften und Maserati holt sich den Konstrukteurstitel, während sich das Vitaphone Team den Mannschaftstitel sichert. Unvergesslich in diesem Jahr der Doppelsieg der Wagen aus Modena bei den 24 Stunden von Spa.
 
Titel und Sieg auch für den Trofeo Light, der die GT3-Klasse der italienischen GT-Meisterschaften dominiert. Äußerst erfolgreich ist auch die Markenserie des Hauses mit dem Dreizack, die zum vierten Mal in Europa und zum dritten Mal in Brasilien ausgetragen wird.

Im Jahr 2005 tritt Ferrari Maserati an Fiat ab, um in den Bereichen Fertigung und Vertrieb Synergien mit Alfa Romeo zu schaffen. Die technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Unternehmensgruppe hat es Maserati ermöglicht die Führungsposition in seinem Marktsegment zurückzuerobern und seine Präsenz auf den internationalen Märkten auszuweiten, was nicht zuletzt Modellen wie dem GranSport, dem GranSport Spyder, oder auch dem MC Victory, der geschaffen wurde, um die Erfolge in den FIA GT-Meisterschaften zu feiern, zu verdanken ist.
Es ist jedoch der GranTurismo mit dem das Haus mit dem Dreizack im Jahr 2007 einen historischen Moment in der Geschichte des Unternehmens verzeichnen kann: Die Bilanz weist wieder schwarze Zahlen auf.
 
Der GranTurismo ist ein Fahrzeug, das sich perfekt zum täglichen Einsatz eignet und dabei hervorragendes Handling, Sportlichkeit und Fahrvergnügen bietet. Gleichzeitig legt das Fahrzeug Wert Wert auf Komfort, Qualität der Materialien und Details. Der große Innenraum bietet ausreichend Platz für vier erwachsene Personen und ist damit größer als der Durchschnitt anderer Wagen dieses Marktsegments. Die internationale Fachpresse hat den Wagen umgehend Erfolg bescheinigt und ihn mit Lob und zahlreichen Titelseiten bedacht.
 
Im Bereich des Motorsports kann das Haus mit dem Dreizack unterdessen weiterhin Erfolge verzeichnen. So sichert man sich im Jahr 2007 sämtliche vier Titel in der GT1-Klasse der internationalen FIA GT-Meisterschaften und holt sich den Konstrukteurstitel des Jahres 2005 zurück, womit die Kontinuität der Fahrer und Teams bestätigt wird.
 
Auf dem Genfer Automobilsalon im Jahr 2008 präsentiert Maserati den GranTurismo S, eine noch sportlichere Variante des GranTurismo mit 4.7l Motor und 440 PS. Im September 2008 feiern auf dem Pariser Automobilsalon der neue Quattroporte und der neue Quattroporte S ihre Weltpremiere. Nur ein halbes Jahr später werden die Maserati Modelle um den neuen Quattroporte Sport GT S (440 PS, 4.7l) und den GranTurismo S Automatik (440 PS, 4.7l) erweitert. Damit bietet Maserati heute die aktuellste Modellpalette der Firmengeschichte an.
 
Das Jahr 2008 wird das erfolgreichste Maserati Geschäftsjahr aller Zeiten. Mit fast 8.600 ausgelieferten Fahrzeugen steigert Maserati den internationalen Fahrzeugabsatz um mehr als 17% im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2009 stellt Maserati auf dem Internationalen Automobilsalon Frankfurt den GranCabrio vor, das erste viersitzige Cabriolet in der Unternehmensgeschichte.

Maserati konnte in den vergangenen Jahren unzählige Erfolge feiern. So fuhr man seit 2005 in den FIA GT Meisterschaften bis heute insgesamt zwölf Titel ein: zwei Konstrukteurstitel (2005 und 2007), vier Fahrertitel (Bartels-Bertolini im Jahr 2006, Thomas Biagi im Jahr 2007, Bartels-Bertolini in den Jahren 2008 und 2009); fünf Teamtitel (seit 2005 ununterbrochen und stets mit dem Vitaphone Racing Team); ein Sieg im Citation Cup im Jahr 2007 mit dem Gentleman Driver Ben Aucott (JMB Racing) sowie weitere drei Gesamtsiege in den 24 Stunden von Spa (2005, 2006 und 2008).

Unterdessen feiern die Wagen des Hauses Maserati weltweit beachtliche Erfolge auf sämtlichen Märkten und begeistern die Fachpresse: der Quattroporte konnte sich, nach der Präsentation der Version mit 4,7-Liter Triebwerk und Automatikgetriebe, insgesamt über 56 internationale Auszeichnungen der bedeutendsten Fachmagazine sichern; der GranTurismo, dessen Modellreihe erst kürzlich mit der Einführung des MC Stradale erweitert wurde, ist eines der schönsten Fahrzeuge seiner Generation und ist der Wagen, der den Maßstab im Bereich der schnellen und komfortablen Sportwagen neu setzen konnte, nicht zuletzt, da er auch in der Lage ist problemlos vier Erwachsene zu transportieren; schließlich noch der Maserati GranCabrio, das erste Cabriolet in der Geschichte des Hauses mit dem Dreizack, das von der internationalen Fachpresse zu einem der weltweit schönsten Wagen ernannt wurde und auf den über 60 Märkten, auf denen es angeboten wird, die Erwartungen nicht nur erfüllen sondern sogar übertreffen konnte.