Die Fertigung im Hause Maserati: Die Karosseriefertigung

Die Karosserie wird mit den verschiedenen Komponenten versehen

Die Karosserie der Fahrzeuge des Hauses Maserati wird von Spezialisten der ITCA aus Turin an zwei Fertigungsstraßen bearbeitet, um ein makelloses Produkt zu schaffen.

Die Rahmen werden der ITCA von Golden Car aus Cuneo geliefert: der Aufbau der Modelle Quattroporte und GranTurismo ist, aus Gründen des Rostschutzes, beidseitig aus elektroverzinktem Stahlblech gefertigt. Seit September 2007, ebenfalls um eine stets gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen, werden die Aufbauten aus feuerverzinktem Stahlblech, für eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Rost, gefertigt.
 
Bei Maserati hat man sich für ein aus einem Stück gefertigtes Wagendach entschieden, während die Flosse an den hinteren Kotflügel geschweißt ist. Fahrzeuge anderer Hersteller weisen oftmals Schweißnähte auf dem Dach auf. Die Schweißung erfolgt bei Maserati durch die Verbindung zweier Elektroden, die einen Stromkreis schließen. Dabei erfolgt ein hoher Druck auf die Bleche, was zu einer Fusion führt, ohne dabei zusätzliches Material zur Verbindung verwenden zu müssen.
 
Dank dieser Vorgehensweise bei Maserati erhält man eine steifere und robustere Karosserie. Als aktiven Bestandteil des Schutzgases beim Schweißen verwendet man Co2, mit Ausnahme für die Flosse und die Säulen, bei denen Punktschweißen zum Einsatz kommt.
 
Die Arbeiten werden auf zwei Montagemaskenstraßen durchgeführt: eine Straße für den Beschlag und eine zur Überprüfung: die „Montagemasken“ sind Vorrichtungen, um die Karosserieteile - (“Dachgerüst”, Gitter vorne, Querträger hinten) sowie die externen Komponenten (Kotflügel vorne und hinten, Dachverkleidung, etc.) - durch manuelle oder automatische Verschlüsse zur richtigen Anbringung zu positionieren.
Die Montagemaskenstraßen verfügen jeweils über drei Masken. Hier werden die externen Komponenten, die Dachverkleidung und die Säulen verschweißt.
In der zweiten Straße werden die Türen, der Kofferraumdeckel und die Motorhaube montiert, wobei auch die Aufbauten mit entsprechenden Kontrollvorrichtungen – an der Windschutzscheibenaussparung, der Heckscheibe und Aussparungen für die Rückspiegel – überprüft werden.
In der Straße für die Überprüfung wird eine ästhetische Kontrolle des Aufbaus vorgenommen, um das Auftreten eventueller Unregelmäßigkeiten aufzudecken. Hier werden auch die Schweißnähte (nach ICP) kontrolliert.
Oberstes Gebot im Hause Maserati ist die Fertigung perfekter Fahrzeuge, weshalb die Qualitätskontrolle in den verschiedenen Produktionsphasen eine so große Rolle spielt und strikt durchgeführt wird. 
Auf der Überprüfungsstraße werden die Aufbauten gesäubert (um mögliche Metallreste zu entfernen) und für den Versand in die Lackiererei in Maranello vorbereitet.
 
Maserati war weltweit das erste Unternehmen, das durch das ITCA, Roboter zum Klammern der Motorabdeckung und der Türen einsetzte. Diese Roboter wurden eigens modifiziert, so dass sie zwei Durchgänge (Türen und Motorabdeckung) vornehmen, wobei die Zangen (die mit Elektroden arbeiten) durch Stahlwalzen ersetzt wurden. Derzeit wird untersucht, ob diese Technik auch bezüglich der Kofferraumabdeckung eingesetzt werden kann. Durch diesen Vorgang vermindert man mögliche Fehler auf ein Minimum, wodurch die gefertigten Teile einen höheren Qualitätsstandard aufweisen.