Die Fertigung im Hause Maserati: Die Karrosseriemontage

Alle Fahrzeuge werden im Karosseriebereich montiert

Die Fahreuge des Hauses Maserati nehmen ihre Form an den insgesamt 26 Stationen im  Karosseriebereich, der im Jahr 1998 eingeweiht wurde, an. Die Fertigung des einzelnen Fahrzeugs dauert rund zwei Tage.

Der Karosseriebereich ist unter gewissen Gesichtspunkten möglicherweise der suggestivste Bereich der gesamten Produktion im Hause Maserati: hier werden die Wagen montiert. Hier wird die einzigartige Verbindung aus den traumhaften Formen der Karosserie und den Hochleistungsmotoren vorgenommen. Entlang der insgesamt 26 Stationen kann man verfolgen, wie eine in den 19 zur Auswahl stehenden Farben lackierte Karosserie sich Schritt für Schritt in einen verführerischen Granturismo verwandelt.

Dieser Bereich wurde am 03. März des Jahres 1998 nach grundlegenden Restaurierungsarbeiten neu eröffnet. Heute zählt die Fertigungsstraße im Bereich der Automobilproduktion in kleiner Stückzahl zu den modernsten Anlagen der Welt. Auf einer Länge von 140 Metern arbeiten rund 130 Personen in 8-Stunden-Schichten.
Neben der Hauptfertigungsstraße, auf welcher der Quattroporte und der GranTurismo entstehen, befindet sich die Abteilung der Vormontage einiger Details (wie den gesamten Türen, die bei der Ankunft der Karosserie abgenommen, im Anschluss verkleidet und in der Endphase wieder montiert werden).
 
Insgesamt werden derzeit pro Tag 17 Wagen gefertigt. Jeder Wagen verweilt dabei 28 Minuten an jeder Station. Der gesamte Ablauf von Station 0 bis Station 26 dauert somit rund zwei Tage.
 
Nach dem Eintritt des Rahmens in die Fertigungsstraße, wird jeder Wagen Schritt für Schritt verfolgt und die verschiedenen Teile – vom Triebwerk hin zum Interieur - montiert. Dabei werden auch sämtliche Tests bezüglich Funktionalität und Sicherheit der einzelnen Komponenten durchgeführt. Um höchste Qualität des fertigen Produkts sicherzustellen wird ein „Kunde-Lieferant“-Ansatz durchgeführt, wobei die Personen, die an einer bestimmten Station arbeiten dafür verantwortlich sind, dass die Person an der darauf folgenden Station einen Wagen in perfektem Zustand weitergereicht bekommt. Damit werden die Arbeitszeiten optimiert und gleichzeitig höhere Qualitätsstandards erreicht.
 
Jeder Wagen wird von einem kleinen Wägelchen begleitet, auf dem sich sämtliche zu verwendenden Komponenten befinden (sowohl die Standardkomponenten als auch jene vom Kunden im „Officine Alfieri Maserati“-Personalisierungsprogramm ausgewählten).
Weitere Komponenten, wie die Sitze und andere Details der Innenausstattung (die in einem oder mehreren verschiedenen der zehn Farben des Poltrona Frau-Leders geordert werden können), werden „just in time” an die jeweilige Station der Fertigungsstraße geliefert.
Die verschiedenen Phasen der Montage werden in einem „Buch“ festgehalten, das jeden Wagen begleitet. Dieses Buch wird schließlich, als Garantie des Produktionsprozesses, archiviert.

Am Ende der Fertigungsstraße wird jeder Wagen strengen Qualitätskontrollen des externen und internen Finishes unterzogen. Nach einer Prüfung der Wasserdichtigkeit, werden die Wagen schließlich auf der Straße abgenommen. Dazu legen sie eine Strecke auf der Autobahn, durch die Hügel um Modena und in der Stadt zurück. Eine weitere Qualitätskontrolle findet schließlich nochmals in der dafür vorgesehenen Abteilung statt, bevor der Wagen an den Kunden übergeben wird.