Die Fertigung im Hause Maserati: Die Motorenmontage

Die Montage der Maserati-Motoren wird von Hand vorgenommen.Das Triebwerk der Modelle Maserati Quattroporte und GranTurismo wird von hochqualifizierten Facharbeitern im Ferrari-Werk in Maranello montiert.

Das Triebwerk der Modelle Maserati Quattroporte und GranTurismo ist das Ergebnis eines vollkommen neuen Projekts, wobei der Motor im Ferrari-Werk in Maranello montiert wird.

Die Fertigung des kompakten und leichten (184 kg) V8-Zylinders 90° mit einem Hubraum von 4.244 ccm und einer Leistung von über 400 PS bei 7.000 Umdrehungen pro Minute findet in jenem Bereich der Motorenmontage statt, in der auch die Motoren des Hauses Ferrari gefertigt werden, wodurch Maserati von den außergewöhnlichen Gegebenheiten profitiert. Um ein Höchstmaß an Qualität sicherzustellen wird die Motorenmontage von hochqualifizierten Facharbeitern, die - bevor sie ihre Arbeit aufnehmen, einem speziellen Training unterzogen werden - per Hand vorgenommen.
 
Dieses Training, das hausintern “Pilotino” genannt wird, hilft den Facharbeitern sich mit dem Produktionsablauf, den Diagnosen, der Qualitätsprüfung vertraut zu machen, wobei sie selbstverständlich auch in die Funktionsweise der Triebwerke eingewiesen werden. Am Ende dieses Einführungslehrgangs erhalten die Facharbeiter ein Zertifikat, mit dem ihnen die Eignung in der Motorenmontage zu arbeiten bescheinigt wird.
 
Bezüglich des Arbeitsablaufs wird in der ersten Phase die Werkbank in Untergruppen vorbereitet (Kolben, Zylinderköpfe, etc.)
Im Anschluss geht es zur Montage der einzelnen Komponenten, wobei sich die Motoren von Ferrari und Maserati auf der Fertigungsstraße abwechseln. Der Arbeitsablauf ist in Short-Block (Pleuelstangen und Kurbelgehäuse) und Long-Block, die Endmontage des vollständigen Motors, unterteilt.
 
Der gesamte Prozess (von der Vorbereitung der Untergruppen bis zur Endmontage) dauert etwa acht Stunden pro Triebwerk, wobei die tägliche Produktion 17 Maserati-Motoren erreicht.
 
Zur Qualitätssicherung werden während dem Montageprozess zahlreiche Kontrollen durchgeführt, die auf einem Überwachungssystem basieren, das in der Lage ist die Vorzüge der per Hand durchgeführten Arbeiten mit elektronischer Präzision zu verbinden. Dank eines revolutionären Spannungszertifizierungssystems sendet ein spezieller Elektoroschrauber Daten an den Hauptserver, der die gesammelten Werte mit den von der technischen Leitung vorgegebenen Parametern abgleicht und eine Fortsetzung der Montage nur dann ermöglicht, wenn diese Werte exakt übereinstimmen.
 
Nach der Endabnahme des Triebwerks wird es vorbereitet, um zu Maserati nach Modena geschickt zu werden, um dort einer weiteren Prüfung unterzogen und in den Wagen montiert zu werden. Bevor die Motoren montiert werden wird jedes einzelne Triebwerk in seiner Gesamtheit überprüft.

In der Anfangsphase läuft der Motor im „Mitnahmebetrieb“ (wobei der Motor im niedrigen Drehzahlbereich läuft, um ihn vollständig zu schmieren und die mechanischen Komponenten einzustellen), um sämtliche mechanischen Teile einlaufen zu lassen. Dabei läuft der Motor für rund 20 Minuten bei 2.000 U/Min., weitere 20 Minuten bei 4.500 U/Min und 30 Minuten bei 6.000 U/Min. Danach werden die Drehmomentkurve, die maximale Leistung und der Abgasausstoß kontrolliert (eine zweite Abgaskontrolle findet schließlich beim Testlauf statt).