Superstars International Series 2012 - Donington

ROUND 3, Donington: Podiumsplatz für Herbert

Bei der dritten Veranstaltung der Internationalen Superstars Serie in Donington ging der Lokalmatador Johnny Herbert mit dem Maserati Quattroporte Evo vom Swiss Team an der Seite von Mauro Cesari an den Start, der für die gesamte Saison verpflichtet ist.

Der Engländer löste am Steuer des Spitzenfahrzeugs vom Schweizer Privatteam zwei andere ehemalige Formel-1-Rennfahrer - Mika Salo und Christian Fittipaldi - ab, die ihn bei den vorausgegangenen Meetings in Monza und Imola fuhren. Mit diesem Starwechsel im Cockpit möchte das Team unter Guido Bonfiglio in dieser Saison verstärkt auf eine Image-Kampagne setzen, deren Ziel es ist, mehr Aufmerksamkeit zu erregen und mehr Spannung in die Meisterschaft zu bringen.

Herbert, der im Vorfeld des Rennens erklärte, mindestens einen Podiumsplatz anzustreben, sorgte bei seinem Heimspiel für Unterhaltung und erreichte mit einem hervorragenden dritten Platz im ersten von zwei Läufen auf Anhieb sein Ziel. Dieses Resultat war das erreichbare Höchstmaß, angesichts der haushohen Überlegenheit der beiden Audi RS5 auf den ersten zwei Plätzen. Im zweiten Lauf des Rennwochenendes, dessen Startaufstellung auf der Grundlage des ersten Laufs, nur mit den ersten acht Zielrängen in umgekehrter Reihenfolge, festgelegt wird, fuhr der Engländer nach einer großen Aufholjagd von den Hinterreihen aus, wo er aufgrund eines Drehers landete, als Siebenter über die Ziellinie.

Cesari hatte in Donington etwas mehr zu leiden. In Lauf 1 erreichte er weniger als erhofft. Nach technischen Problemen beim Training startete er vom 15. Platz und beendete das Rennen auf Rang dreizehn, nachdem er von einem Unfall vor sich aufgehalten worden war. In Lauf 2 fuhr der Italiener, angesichts der dreizehnten Position in der Startaufstellung, einen guten neunten Platz ein. In Anbetracht dessen, dass er erst seit 2007 Rennen fährt und er jetzt seine erste Saison auf einem Rennwagen wie dem Quattroporte Evo absolviert, stellte er damit seine hohe Entwicklungsfähigkeit unter Beweis.

Es dominierten allerdings erneut die Audi RS5 mit dem Siegerduo Morbidelli und Kristoffersson in beiden Läufen. Dies stellte erneut den Vorteil heraus, den das Reglement den Rennfahrzeugen aus Ingolstadt einräumte, da die „Balance of Performance“ die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Fahrzeuge bisher nicht ausgewogen ausgleichen konnte.


Lauf 1: Herbert hält sich aus dem Anfangsgemenge heraus und holt den ersten Podiumsplatz


In Lauf 1 bewältigte Herbert vom vierten Startplatz aus sehr gut die Anfangsphasen, wobei er es tunlichst vermied, sich vom Übermut der Rivalen Onslow-Cole und Pigoli auf Jaguar, die jeweils auf dem Startplatz vor und hinter ihm lagen, mitreißen zu lassen. Dann erlangte Herbert, auch dank der Ausflüge seiner Kontrahenten ins Kiesbett und den sich daraus ergebenden technischen Problemen, den dritten Platz, ohne jedoch gegen die Audi Rennwagen von Morbidelli und Kristoffersson, jeweils Rang eins und zwei, anzukommen. Cesari holte vom 15. auf den 13. Platz auf.


Lauf 2: Herbert wird vom Hinterfeld aus Siebter nach einem Dreher


Vom Startplatz 6 aus, der auf der Grundlage der umgekehrten Zielfolge der ersten acht Fahrer aus Lauf 1 bestimmt wird, wurde Herbert sofort von Onslow-Cole in einen Dreher gedrängt, der ihn ins Hinterfeld zurückwarf. Von hier aus startete der ehemalige Formel-1-Rennfahrer eine spektakuläre Aufholjagd bis auf Rang sieben. Ebenso Cesari, der sich von Startplatz 13 bis zu Rang neun vorarbeitete. Besonders sehenswert: Der Showdown zwischen Herbert und dem ehemaligen Meister Biagi. Es dominierte hingegen erneut das Siegerduo Morbidelli und Kristoffersson.