Superstars International Series 2012 - Mugello

ROUND 4, Mugello: Herberbt fährt ein spannendes Rennen

Leid und Freud für Maserati beim vierten Meeting der International Superstars Series im Mugello. Johnny Herbert wurde erneut vom Swiss Team ins Cockpit des Quattroporte Evo gerufen, der ihm bereits beim vorherigen Meeting in Donington anvertraut worden war, wo er ihn sofort auf den dritten Platz und damit den ersten Podiumsplatz dieser Saison gefahren hatte.

Auch im Mugello mengte sich der Engländer bereits beim Qualifying unter die Protagonisten. Beim Zeitfahren war er einige Runden lang Spitzenreiter, verpasste aber letztlich die Pole-Position um 0,2 Sekunden.

In Lauf 1 lieferte Herbert ein spektakuläres Rennen ab. Von der ersten bis zur letzten Runde kämpfte er mit Andrea Larini um die Führung. Er verbuchte sogar die schnellste Rundenzeit des Rennens. Am Ende fuhr er mit nur 0,421 Sekunden Rückstand als Zweiter über die Ziellinie, nachdem es ihm nicht gelungen war, seine Angriffe auf den Kontrahenten erfolgreich durchzuführen, der auf einem Mercedes C63 AMG mit einem deutlich größeren Hubraum und mehr Leistungsstärke fuhr.

Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer war fantastisch. Er schöpfte die Handlingqualitäten des Quattroporte Evo vollends aus, um stets im Grenzbereich und häufig in Querlage zu fahren und alles auf den kurvenreichen Streckenabschnitten herauszuholen, wo eine gute Balance und Straßenlage des Fahrzeugs zählen. Es gelang ihm jedoch nicht, Larini zu überholen, wenngleich er ihn mehrmals flankierte, weil er in Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit gegenüber dem Kontrahenten im Nachteil war.

Lauf 2 hingegen ging frühzeitig für Herbert zu Ende. Mitten im Rennen wurde er in einen Unfall zwischen zwei Kontrahenten verwickelt und er musste den Rückzug antreten. Für Spannung sorgte diesmal Mauro Cesari mit dem anderen Quattroporte Evo des schweizerischen Teams. Er kämpfte wie ein Löwe und rückte von Startplatz 10 nach zwei sehr schönen Duellen bis zur Position sechs vor.

Das Swiss Team unter den Fittichen des technischen Direktors Giuseppe Angiulli stellte damit erneut die hohe Wettbewerbsfähigkeit des Quattroporte Evo unter Beweis. Und das, obwohl es nicht um den Titel - den es 2011 mit Andrea Bertolini gewonnen hat - kämpft, weil es in diesem Jahr unter dem Zeichen der Spannung und Unterhaltung fahren will. Dafür werden im Cockpit seines Fahrzeugs ehemalige Formel-1-Champions wie bisher Mika Salo, Christian Fittipaldi und Johnny Herbert eingesetzt.


Lauf 1: Herbert attackiert Larini und wird mit 0,42 Sekunden Rückstand Zweiter


Vom vierten Startplatz aus mied Herbert geschickt das anfängliche Getümmel, das in einer Karambolage mit darauffolgender Safety-Car-Phase endete. Nach dem Re-Start setzte sich der ehemalige Formel-1-Rennfahrer sofort hinter den Spitzenreiter Larini und wehrte die Angriffe von Liuzzi ab. Dann beschleunigte er das Tempo, so dass er die schnellste Runde des Rennens fuhr und in den Windschatten von Larini gelangte, den er bis zuletzt attackierte und hinter dem er mit 0,421 Sekunden Rückstand die Ziellinie überfuhr.


Lauf 2: Rang sechs für Cesari nach dem Aus von Herbert infolge eines Unfalls


In Lauf 2 mit der Startaufstellung auf der Grundlage des Rennresultats von Lauf 1, jedoch mit den ersten acht Zielplätzen in umgekehrter Reihenfolge, startete Herbert von Platz 7. Im großen Kampf unter den ersten sechs touchierten sich Larini und Pigoli. In den Unfall wurde auch Herbert verwickelt, der daraufhin aufgrund eines Aufhängungsschadens ausscheiden musste. Also übernahm Cesari die Aufgabe, das Banner hoch zu tragen. Er zeigte großen Kampfeswillen, gewann sehr schöne Duelle und fuhr auf den sechsten Platz, während der Sieg an Sini ging.