Superstars International Series 2012 - Vallelunga

ROUND 7, Vallelunga: Chaosrennen in Vallelunga!

Das Swiss Team mit dem Maserati Quattroporte Evo erlebte ein schwieriges siebentes Rennwochenende in der International Superstar Series. In Vallelunga brachte das schweizerische Team wie gewohnt zwei sehr wettbewerbsfähige Fahrzeuge an den Start. Es erntete aber weniger als es sich erhofft und verdient hatte, wenngleich auch diesmal im Cockpit des Spitzenfahrzeugs ein ehemaliger Formel-1-Rennfahrer - Giancarlo Fisichella - fuhr, der an die Seite des fest über die gesamte Saison verpflichteten, weniger erfahrenen Mauro Cesari trat.

Für Fisichella war es ein Heimspiel. Auf heimatlichem Boden und vor seinem eigenen Publikum hätte er eigentlich sein Bestes geben können. Aber er bekam die Rechnung für diverse Unfälle serviert und war im zweiten Lauf sogar in einen harten Nahkampf mit einem Kontrahenten verwickelt, der ihm jegliche Resthoffnung auf ein gutes Rennergebnis nahm. Neben den beachtlichen Schäden am Fahrzeug brachte ihm der Unfall zum Ende des Rennens ein Strafe von 25 Sekunden ein. In dieser Weise musste sich der römische Rennfahrer mit einem achten und einem elften Platz begnügen.

Fisichella ist vorrangig in der FIA Endurance-Weltmeisterschaft auf Ferrari engagiert und hatte gerade das 6-Stunden-Rennen in Bahrain hinter sich, wo er gemeinsam mit anderen Fahrern des Teams den Herstellertitel für Ferrari gewann. Er kam also nach Vallelunga, ohne Erfahrung in der International Superstars Series gesammelt oder eine Testfahrt mit dem Quattroporte Evo absolviert zu haben. Seine Teilnahme an der Veranstaltung der FG Group-Meisterschaft war ein einmaliges Gastspiel, denn laut dem Programm des Swiss Teams ist für jedes Rennwochenende ein anderer ehemaliger Formel-1-Rennfahrer geplant. Mit diesem Programm möchte das schweizerische Team mehr Bekanntheit - anstelle mehr Wertungspunkte - erzielen, nachdem es 2011 mit Andrea Bertolini bereits den Fahrertitel gewonnen hatte.

Cesari, der eine nur sehr begrenzte Rennerfahrung besitzt, kämpfte in beiden Läufen hartnäckig im Verfolgerfeld. Er lieferte einige schöne und erfolgreiche Duelle im Wechsel mit einigen Fehlern, hielt ein gutes Renntempo, fuhr einigermaßen wettbewerbsfähige Rundenzeiten und erlangte einen zehnten und einen zwölften Platz, womit er eine stetige Verbesserung unter Beweis stellte.


Lauf 1: Fisichella wird Achter und sichert Maserati die Pole-Position für Lauf 2


Die Audi RS5 Fahrzeuge waren dank ihres Allradantriebs erneut unüberwindbar. Kristoffersson und Schöffler gingen innerhalb kurzer Zeit in Führung und schlossen das Rennen jeweils auf Rang eins und zwei ab. Von Startplatz 10 aus fuhr Fisichella, der zuerst von einem Unfall vor ihm und dann von einem Karosserieteil eines anderen Fahrzeugs, das sich unter seinem Quattroporte Evo verklemmt hatte, aufgehalten wurde, auf den 8. Platz vor - gültig für die Pole-Position von Lauf 2 - während Cesari vom 13. auf den 10. Platz aufrückte.


Lauf 2: Fisichella unterliegt im Nahkampf mit Zurcher und erhält auch noch eine Strafe


Für Fisichella lief alles falsch. Nach dem Start von der Pole-Position - die Startaufstellung des zweiten Laufes berücksichtigt für die Positionen eins bis acht den Zieleinlauf des ersten Laufs, allerdings in umgekehrter Reihenfolge - wurde der ehemalige Formel Eins-Rennfahrer von Liuzzi und dann von Zurcher gerammt, der sich beim Vorbeiziehen an seine Flanke „lehnte“. Fisichella versuchte daraufhin, den Kolumbianer erneut zu überholen, fuhr jedoch auf ihn auf, wobei er das Fahrzeug beschädigte. Er schloss damit das Rennen auf Rang acht und mit 25 Strafsekunden ab. Cesari rückte nach ein paar Fehlern vom 15. auf den 12. Platz auf.