Superstars International Series 2012 - Hungaroring

ROUND 5, Hungaroring: Sieg von Maserati mit Klien

Erster Saisonsieg für Maserati in der International Superstars Series. Am fünften Rennwochenende auf dem Hungaroring flog der Dreizack dank Christian Klien auf dem Quattroporte Evo vom Swiss Team ins Ziel. Der Österreicher holte sich den Sieg in Lauf 2, nachdem er in Lauf 1 einen guten vierten Platz errungen hatte.

Klien debütierte sowohl mit Maserati als auch in der FG Group-Championship. Er kam auf Einladung des schweizerischen Teams, das, nachdem es 2011 mit Andrea Bertolini den Titel gewonnen hatte, in dieser Saison stärker auf eine Imagekampagne setzt, indem es die Rennen mit noch mehr Spannung bereichert und eines seiner Fahrzeuge rotationsweise mit ehemaligen Formel-1-Rennfahrern besetzt. Christian fuhr 2005 mit Toro Rosso und war anschließend Werksfahrer von Peugeot im Endurance-Programm. Er nahm nun nach Mika Salo, Christian Fittipaldi und Johnny Herbert den Platz im Cockpit ein.

Sein Erfolg war wirklich großartig. Denn er erreichte ihn von Startplatz fünf im zweiten Lauf, dessen Startaufstellung auf der Grundlage des ersten Laufs, nur mit den ersten acht Zielrängen in umgekehrter Reihenfolge, festgelegt wird. Klien hatte überdies in der ersten Kurve zwei Positionen eingebüßt, weil er sie in einem größeren Radius durchfahren musste, um das Chaos in der Führungsgruppe zu vermeiden.

Der ehemalige Formel-1-Fahrer startete eine spektakuläre Aufholjagd mit kürzeren Rundenzeiten als der Spitzenreiter Zurcher auf Mercedes. Im Finale vermied er es dann klugerweise, sich in das Duell um Rang zwei zwischen Liuzzi und Biagi einzumischen, die vor ihm fuhren. Er ließ die beiden Streithähne kämpfen, bis sie sich touchierten, woraufhin sein Moment gekommen war und er sie beide überholte. Schließlich nahm er Zurcher die Führung ab, als dieser mit 25 Strafsekunden belegt wurde, weil er zu Rennbeginn einen Unfall mit Ferlito verursacht hatte.

Das Rennergebnis von Klien bestätigte erneut die Wettbewerbsfähigkeit des Fahrzeugs von Maserati, das sich unter den Fittichen des technischen Direktors Giuseppe Angiulli und des Renningenieurs Emilio Battistini befindet. Mit einem festen Spitzenfahrer über die gesamte Saison hätte dieses Fahrzeug gewiss erneut um den Titelsieg kämpfen können.


Lauf 1: Klien startet durch wie eine Rakete, holt auf und fährt sofort auf Rang vier


Klien katapultierte sich von Startplatz sechs sofort auf Rang vier, wo er sich an die Führungsgruppe hängte. Von Morbidelli auf einem Audi R5 gedrängt, der durch den Allradantrieb im Vorteil war, musste er seinen Rang allerdings abgeben. Dann schied der Italiener aber wegen technischer Probleme aus, so dass der Österreicher das Rennen auf Rang vier abschloss. Schade für Cesari auf dem anderen Quattroporte Evo: Aufgrund des Bruches des Kegelradsatzes während des Trainings konnte er nicht an den Start gehen.


Lauf 2: Klien beschert dem Quattroporte Evo den ersten Saisonsieg


Von Startplatz fünf aus konnte Klien sofort zwei Positionen gewinnen. Dann fiel er jedoch auf Platz sieben zurück, um das Chaos im Führungsfeld zu vermeiden. Mit einer schnelleren Rundenzeit als der Spitzenreiter Zurcher arbeitete er sich auf den 5. Platz, dann nach dem Ausscheiden von Morbidelli auf den 4. Platz und schließlich auf den 2. Platz vor, nachdem sich Liuzzi und Biagi vor ihm touchiert hatten. Zuallerletzt erbte er die Führungsposition von Zurcher, als dieser eine Strafe von 25 Sekunden erhielt. Cesari hingegen konnte aus demselben Grund wie in Lauf 1 nicht an den Start gehen.