Superstars International Series 2012 - Pergusa

ROUND 8, Pergusa: Herzschlagfinale in Pergusa

Spannendes Saisonfinale der International Superstars Series: Auf der sizilianischen Rennstrecke herrschte Hochspannung. Zu Beginn der letzten Runde war immer noch offen, wer von den drei Anwärtern - Johan Kristoffersson auf Audi, Vitantonio Liuzzi auf Mercedes und Thomas Biagi auf BMW - den Titelsieg mit nach Hause nimmt. Nach einer Reihe von Karambolagen, Führungswechseln und Streitereien ging schließlich Kristoffersson als Sieger der Meisterschaft hervor.

Wenngleich sie nicht zu den Titelanwärtern gehörten, waren auch die zwei Maserati Evo des Swiss Teams Protagonisten. Das schweizerische Team, das sich 2011 in der Superstars Serie mit Andrea Bertolini den Titelsieg geholt hatte, vertraute in diesem Jahr sein Spitzenfahrzeug rotationsweise einem anderen ehemaligen Formel-1-Rennfahrer an, um mehr Aufmerksamkeit auf seine Formation zu lenken. Daher hatte es nicht die Möglichkeit, einen Punktestand zu erzielen, der es ihm gestattete, im Titelkampf mitzumischen.

In Pergusa brachte das Swiss Team erneut Christian Fittipaldi an den Start, der bereits in Imola gefahren war und sich während der Saison mit Mika Salo, Johnny Herbert, Christian Klien und Giancarlo Fisichella im Cockpit abgelöst hatte. Das zweite Fahrzeug fuhr Mauro Cesari, der für die gesamte Meisterschaft verpflichtet war, jedoch weniger erfahren ist, weil er erst seit 2007 Rennen fährt.

Fittipaldi musste für die große Spannung in Lauf 1 sogleich mit einem Rückzug infolge eines Unfalls büßen. In Lauf 2 machte der Brasilianer das Pech wieder mit einem guten fünften Platz wett, den er in einer Aufholjagd von der hintersten Position aus erzielte, von wo er wegen des Ausfalls im Eröffnungsrennen gestartet war. Cesari erzielte das beste Resultat der Saison mit einem achten und einem sechsten Platz.

In der Teamwertung schloss das Swiss Team damit auf einem ansehnlichen Rang ab: Vierter von 14 Teams hinter Dinamic (BMW), Caal (Mercedes) und KMS (Audi) in der genannten Reihenfolge. Die Wettbewerbsfähigkeit des schweizerischen Teams und seiner beiden Quattroporte Evo war konstant, wie unter anderem der Sieg von Klien auf dem Hungaroring und die Erfolge von Herbert auf dem Mugello (Rang 2), Donington (Rang 3) und Salo in Spa (Rang 3) bewiesen, während weitere Podiumsplätze eigentlich nur von Unfällen oder Problemen verhindert wurden.


Lauf 1: Fittipaldi setzt sich quer und prallt gegen die Streckenbegrenzung


Start-Ziel-Sieg für den debütierenden Giammaria in Lauf 1. Pigoli bedrängte ihn bis zuletzt, holperte dann jedoch über einen Streckenrandstein, was ihm einen Aufhängungsbruch einbrachte, so dass er den 2. Platz an Sini überließ. Fittipaldi, der Probleme im Training hatte, rückte vom 13. auf den 7. Platz vor, beging dann aber einen Fehler, so dass er sich quer stellte und gegen die Streckenbegrenzung prallte. Cesari hingegen beeindruckte mit einer erfolgreichen Aufholjagd von Rang 15 auf Rang 8.


Lauf 2: Im Crash-Rennen rückt Fittipaldi vom Hinterfeld bis zum fünften Platz auf


Cesari startete zwar von der Pole-Position - die Startaufstellung des zweiten Laufs berücksichtigt für die Positionen eins bis acht den Zieleinlauf des ersten Laufs, allerdings in umgekehrter Reihenfolge - musste aber die Führung sofort an Bacci und Ferrara auf Mercedes mit mehr Hubraum und Leistung abgeben. Dann bekam Bacci technische Probleme, Ferrara hatte einen Reifenschaden, so dass der aufrückende Giammaria erneut als Sieger über die Ziellinie fuhr. Kristoffersson und Liuzzi wurden von Caldarola und Larini touchiert und mussten ausscheiden. Fittipaldi rückte vom Hinterfeld bis auf Rang fünf vor und Cesari fuhr als Sechster über die Ziellinie.