Trofeo World Series 2012 - Imola

Renaud Kuppens

ROUND 3, IMOLA: Tabellenführung für Kuppens

Renaud Kuppens sicherte sich die meisten Punkte bei der dritten Veranstaltung der Trofeo World Series Maserati in Imola, die wie zuvor in Portimao im Endurance-Format mit zwei Läufen von je 30 Minuten plus eine Runde und einem Lauf von 50 Minuten plus eine Runde ausgetragen wurde. Der Belgier, der aufgrund seines Sieges im Langstreckenrennen bereits in Spanien die Bestwertung erzielte, überzeugte auch auf der italienischen Rennstrecke. Somit führt er nun - auch dank der Vorteile, die er aus den Pannen einiger direkter Rivalen zog - in der Meisterschaft mit 20 Punkten Vorsprung vor Giorgio Sernagiotto-Giuseppe Fascicolo und 21 Punkten vor Alan Simoni-Riccardo Ragazzi.

Kuppens hatte zunächst zwei dritte Podiumsplätze erzielt und dann das Wochenende mit einem Sieg abgerundet, und zwar erneut im Langstreckenrennen. Die Siege der Sprintrennen gingen hingegen an den „Gaststarter“ Luca Lorenzini und an Ragazzi.

Bereits im Training fuhr Kuppens Bestzeiten, gemeinsam mit dem Team Simoni-Ragazzi, das sich im zweiten Qualifying die Pole-Position holte. Im ersten Qualifying hatte sich hingegen Cedric Sbirrazzuoli an die Spitze der Zeitenliste gesetzt. Simoni war die drittbeste Zeit gefahren.

Simoni ließ sich dann aber zu sehr im Eifer des Gefechts hinreißen. In Lauf 1 verpatzte er einen Angriff auf Kuppens, wobei er ihn touchierte und mit einem Dreher gegen die Leitplanken prallte. In Lauf 3 hatte er einen weiteren Unfall und landete er im Kiesbett. Dann fing sich Ragazzi sogar noch eine Stop-and-Go-Strafe wegen einer Berührung mit Sernagiotto ein.

Sbirrazzuoli, im Duo mit Alessandro Chionna, bezahlte seinerseits für einige Fehler: In Lauf 1, als er in Führung lag, aber die Flaggensignale der Rennkommissare falsch deutete und den Sieg an Lorenzini abgab. Und in Lauf 3, als er und sein Teamkollege eine Durchfahrtsstrafe wegen einer Regelwidrigkeit an der Box beim Fahrerwechsel erhielten.

Für Riccardo Romagnoli und Edo Varini gab es ein verfrühtes Aus: Varini wurde in Lauf 1 aus der Kurve geworfen und Romagnoli landete in Lauf 2 einen Dreher, der für ihn das Rennen beendete.

„Ich bin glücklich und das Adrenalin lässt die Müdigkeit und Hitze verschwinden. Ein unglaubliches Gefühl.“

Stefano Garelli

Lauf 1: Lorenzini siegt dank eines Versehens des Spitzenreiters Sbirrazzuoli im Finale

Zum Start des ersten Laufes hielt der Pole-Sitter Sbirrazzuoli die Kontrahenten Lorenzini und Simoni, gefolgt von Kuppens, Garelli, Gardelli und Varini gut in Schach. Simoni und Kuppens gingen daher zum Angriff über, der Italiener zog am Schweizer vorbei und übernahm die Führung, beging dann aber wie der Belgier einen Fehler. Damit setzte sich Sbirrazzuoli erneut an die Spitze, er deutete jedoch in der Endphase die Flaggensignale der Sportkommissare falsch, wodurch er den Sieg an Lorenzini abgab.

Race 1

Race 2 - Press conference

Lauf 2: Ragazzi siegt vor Sernagiotto, den ein überrundetes Fahrzeug blockierte

Der Ausgang des zweiten Laufs war, wenngleich Ragazzi von Anfang bis Ende in Führung lag, bis zum Schluss unsicher. Hinter ihm nahmen Kuppens und Romagnoli sofort den Kampf auf, mit Sernagiotto im Schlepptau, der recht bald davon profitierte und auf den dritten und schließlich auf den zweiten Platz vorrückte. Sernagiotto versuchte dann auch Ragazzi zu bedrängen, wurde aber von einem Fahrzeug, das bereits überrundet war, aufgehalten. Ragazzi erzielte damit seinen zweiten Saisonsieg vor Sernagiotto, Kuppens, Pigoli, Vernier und Garelli.


Lauf 3: Kuppens dominiert das Langstreckenrennen auch dank der Pannen seiner Kontrahenten

Kuppens siegte erneut im Langstreckenrennen. Der Belgier überholte beim Start Simoni, der Pigoli touchierte und im Kiesbett landete. Kuppens blieb weiter an der Spitze vor Sbirrazzuoli, Romagnoli, Lorenzini und Garelli. Seine Abstand vergrößerte sich noch nach dem Boxenstopp, was nicht zuletzt auch dem Pech seiner Konkurrenten zu verdanken war. Kuppens siegte daher mit großem Vorsprung vor Dromedari und Ragazzi, die Pigoli und Simoni im Cockpit abgelöst hatten.

Renaud Kuppens