Trofeo World Series 2012 - Infineon

Renaud Kuppens

ROUND 5, INFINEON: Reiche Punktebeute für Kuppens

Für Renaud Kuppens ist der Weltmeistertitel der Trofeo World Series Maserati zum Greifen nah. Nachdem er in den vier Rennen der europäischen Runde bereits den Europatitel errungen hatte, dominierte der Belgier auch das fünfte Event der Saison auf dem kalifornischen Infineon Raceway, das im Endurance-Format - zwei Sprints von je 30 Minuten plus eine Runde und eine Langstrecke von 50 Minuten plus eine Runde - ausgetragen wurde.

Auf der prestigereichen US-Strecke eroberte Kuppens in beiden Qualifyings die Pole-Position und in Lauf 2 und Lauf 3 den Sieg. Am Ende des Wochenendes, mit einem Vorsprung von 24 Punkten zu seinen Verfolgern Sernagiotto-Fascicolo, erklärte er: „Der Infineon Raceway gefällt mir sehr und ich glaube, das habe ich auch gezeigt. Ich war so schnell wie noch nie. Leider habe ich es im ersten Lauf nicht ins Ziel geschafft. Aber ich denke, mein Sieg in den anderen beiden Läufen hat es wettgemacht. Auch die Stimmung war toll. Während des Rennens sah ich wie mich die Sportkommissare anfeuerten. Ich bin jetzt nicht mehr weit vom Titel entfernt. Aber ich kalkuliere nicht gern und mache lieber einen Schritt nach dem anderen. Noch zwei Läufe in China und dann werden wir sehen. Der Beste gewinnt.“

Nur in Lauf 1 schoss Kuppens ins Leere. Während er das Rennen anführte, musste er wegen eines Reifenschadens ausscheiden. Damit rückte der Gaststarter Alex Popow auf den Siegerplatz. Der Venezolaner war der andere Star des Rennens auf dem Infineon Raceway, er kennt die Strecke als Habitué der Ferrari Challenge USA sehr gut. Er platzierte sich auf Rang sechs in Lauf 2 und gleich hinter dem Belgier in Lauf 3.

Beim fünften Termin der Trofeo World Series Maserati gingen noch zwei weitere prominente Gäste als Duo an den Start: Patrick Dempsey und Greg Tracy. Der Schauspieler Dempsey, bekannt aus Grey’s Anatomy, ist erfahrener GT-Rennfahrer und war unter anderem beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans dabei. Der berühmte Hollywood-Stuntman Greg Tracy gewann sechs Mal das legendäre Bergrennen auf dem Pikes Peak in der Motorradklasse.

„Das leidenschaftliche Engagement der gesamten Mannschaft haben das alles zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Maserati ist ein Auto, dass den Puls höher schlagen lässt.“

Greg Tracy

LAUF 1: Popow erzielt Debütsieg nach dem Aus von Kuppens wegen eines Reifenschadens

Bei seinem Debüt siegte Popow in Lauf 1 vor Ragazzi, Dromedari und Merjech, einem weiteren Premierenstarter. Eine Überraschung kam auch vom Schauspieler Dempsey, der sich als Gaststarter auf Rang sechs platzierte. Kuppens hingegen ging leer aus. Während er mit 4 Sekunden Vorsprung in Führung lag, musste er sich aufgrund eines Reifenschadens vom Rennen verabschieden. Für einige Schreckenssekunden sorgte der Unfall von Kratz, der gegen eine Mauer prallte, dann aber unversehrt aus dem Fahrzeug stieg.
 

Alex Popow

Renaud Kuppens

LAUF 2: Kuppens siegt trotz eines Fehlers und einer Berührung mit Dreher

In Lauf 2 holte Kuppens wieder auf. Allerdings mit einigen Zittermomenten. Er setzte sich sofort an die Spitze vor Sernagiotto, Van Overbeek, Simoni, Popow, Pigoli und Denny, machte dann aber einen Fehler, so dass Sernagiotto aufschließen konnte. Es kam zu einer Berührung, die für beide mit einem Dreher ausging. Sie konnten aber das Rennen in den gleichen Positionen wieder aufnehmen. Damit holte sich der Belgier den Sieg, während als Dritter Van Overbeek abgewinkt wurde.
 


LAUF 3: Kuppens erzielt weiteren Doppelsieg und rückt dem Weltmeistertitel immer näher

Das Langstreckenrennen begann mit einem Unfall zwischen Tracy und Sbirrazzuoli, wonach das Safety-Car ausrückte. Nach dem Re-Start suchte Kuppens das Weite, gefolgt in einigem Abstand von Popow, Dromedari und Simoni. Nach dem Boxenstopp konnte der Belgier seinen Vorsprung zu Popow noch ausbauen und ungestört siegen, während Pigoli und Ragazzi, die Dromedari und Simoni am Steuer abgelöst hatten, in Berührung kamen, was Ragazzi eine Durchfahrtsstrafe einbrachte.

Johannes Van Overbeek / Mike Hedlund