Trofeo World Series 2012 - Jarama

ROUND 1, JARAMA: Spannender Saisonauftakt

Spannender Saisonauftakt für die Trofeo World Series Maserati mit 25 Teams in Jarama auf einem der faszinierendsten und geschichtsträchtigsten Rundkurse, einstigem Schauplatz denkwürdiger Duelle der Formel 1. Auf dieser anspruchsvollen technischen Rennstrecke, die auch als „Mutstrecke“ gilt und wo der Fahrer selbst noch das Zünglein an der Waage ist, setzten sich sofort die zwei Experten Riccardo Romagnoli und Giorgio Sernagiotto, jeweils im Duo mit Edo Varini und Giuseppe Fascicolo, in Szene.

Romagnoli und Sernagiotto holten bereits beim Training die besten Zeiten, und zwar im ersten und zweiten Qualifying. Dann gewannen der eine den ersten Lauf und der andere den zweiten Lauf. Damit bewiesen sie, alle Voraussetzungen für die Titelanwärterschaft zu besitzen.

Auch Cedric Sbirrazzuoli, im Team mit Alessandro Chionna, zeigte sich als ernstzunehmender Gegner: Er fuhr im ersten Lauf auf Platz Zwei knapp 0,137 Sekunden hinter Romagnoli über die Ziellinie. Als ebenfalls starke Konkurrenz erwies sich das Duo Riccardo Ragazzi und Alan Simoni, die ein gutes Resultat einfuhren.

In jedem Fall wird es für die Teams von entscheidender Bedeutung sein, im Saisonverlauf eine ausgewogene Leistung abzuliefern. Die Trofeo World Series kann sowohl im Team - mit zwei Fahrern, die jeweils ein Sprintrennen absolvieren und sich im Langstreckenrennen, sofern im Programm, am Steuer abwechseln - als auch von Einzelfahrern bestritten werden. In Anbetracht dessen stellte die Veranstaltung in Jarama auch Renaud Kuppens als potentiellen Favoriten heraus. Der Belgier setzte aufgrund der falschen Reifenwahl im ersten Lauf und Problemen an den Bremsen im zweiten Lauf nur wenig um. Er fuhr jedoch sehr interessante Zeiten und stellte ein gutes Tempo unter Beweis.

Unter den weiteren Einzelfahrern ragte auch Andrea Dromedari heraus, der sich zunehmend verbesserte. Er qualifizierte sich für den dritten Startplatz in Lauf 2 und steuerte in den beiden Läufen auf Platz Vier und Platz Zwei. Für eine Überraschung sorgte der Marokkaner Youssaf El Marnissi. Er verbesserte konstant seine Leistung. Nachdem er sich im Rennen sehr kampfstark gezeigt hatte, schoss er im zweiten Lauf unerwartet auf Rang drei.

„Es war ein tolles Rennen bei dem ich die ganze Zeit am Limit war.“

Giorgio Sernagiotto

LAUF 1: Romagnoli startet in Führung und siegt im Endspurt über Sbirrazzuoli

Wegen eines heftigen Schauers begann der 1. Lauf mit einer Safety-Car-Phase. Romagnoli, der seinen Vorsprung gegenüber Sbirrazzuoli, Venier, Simoni und Dromedari ausbaute, setzte sich an die Spitze. Die Strategie von Kuppens ging nicht auf: Er startete mit Regenreifen, die Rennstrecke trocknete dann aber ab. Sbirrazzuoli holte auf und fuhr als Zweiter mit einem Rückstand von knappen 0,137 Sekunden ins Ziel, gefolgt von Simoni und Dromedari.


LAUF 2: Souveräner Sieg von Sernagiotto vor den Überraschungen Dromedari und El Marnissi

In Lauf 2 war Sernagiotto auf trockener Fahrbahn allen überlegen. Am Anfang wehrte er souverän die Angriffe von Kuppens und Dromedari ab. Anschließend konnte er, nachdem das Safety-Car nach einem Unfall auf die Strecke gefahren war, den Vorsprung noch ausbauen und 8,9 Sekunden vor seinen Verfolgern ins Ziel fahren. Im Verfolgerfeld fand ein harter Kampf statt, den Dromedari für sich entschied, gefolgt von einem überraschenden El Marnissi, der in der Endphase den mit Bremsproblemen geplagten Kuppens überholen konnte.