Trofeo World Series 2012 - Paul Ricard

ROUND 4, PAUL RICARD: Kuppens ist Europameister

Trotz eines durch Pech verursachten Vorfalls machte Renaud Kuppens bei der vierten Veranstaltung der Trofeo World Series Maserati auf dem Circuit Paul Ricard reichlich Punktebeute. Dank der Punkte für Rang zwei im ersten Lauf und die Pole-Position für den zweiten Lauf schloss der Belgier die europäische Phase der Markenmeisterschaft als Titelsieger auf dem Kontinent ab. Außerdem ist er ein ernstzunehmender Anwärter auf den Weltmeistertitel, der bei den zwei noch verbleibenden Terminen auf dem Infineon Raceway in den USA und in Shanghai in China noch aussteht.

Die Titelentscheidung bleibt noch offen: Zu den Titelkandidaten zählen das Team Giuseppe Fascicolo-Giorgio Sernagiotto, das auf dem Paul Ricard die beste Zeit im ersten Qualifying und den Sieg in Lauf 1 einfuhr, das Duo Alan Simoni-Roberto Ragazzi, die mit Rang drei in Lauf 1 und Rang zwei in Lauf 2 erneut auf das Podium steuerten, und, wenngleich in einem größeren Abstand, Andrea Dromedari, der sich seit Imola mit Max Pigoli das Cockpit teilt und auf der französischen Rennstrecke seinen ersten Saisonsieg (Lauf 2) erzielte.

Nach dem Rennen auf dem Paul Ricard ist Kuppens Tabellenführer, gefolgt von Fascicolo-Sernagiotto mit nur sieben Zählern Abstand, Simoni-Ragazzi mit zehn und Dromedari mit zwanzig. Kuppens hat den Vorteil, dass er solo, stets sehr schnell - wie seine spektakuläre Pole-Position für Lauf 2 belegt - und mit sehr konstantem Renntempo fährt.

Das Duo Sernagiotto-Fascicolo ist hingegen weniger ausgewogen: auf dem Paul Ricard erzielte Sernagiotto den dritten Sieg in vier Läufen, während Fascicolo, ein echter Gentlemen-Driver, auf Rang fünf ins Ziel fuhr. Und das Team Simoni-Ragazzi überzeugt nicht durchgängig, wie es beim vorherigen Rennen zeigte, wo es viele Punkte wegen Fehlern auf der Strecke ließ.

Die Hoffnungen von Riccardo Romagnoli-Edo Varini und Cedric Sbirrazzuoli-Alessandro Chionna hingegen sind geschwunden. Romagnoli bezahlte sein übermäßiges Rennfieber mit drei Drehern in den beiden Rennen, wenngleich einer davon nicht auf sein Konto ging. Sbirrazzuoli unterlag in einem etwas zu hitzigen Zweikampf mit dem Spitzenreiter Sernagiotto, den er touchierte, was ihn aus dem Rennen warf.

„Ich bin sehr glücklich über meinen ersten Sieg in der Maserati Trofeo. Ich habe es geschafft beim Start die Führung zu übernehmen und sie dann auch nie wieder losgelassen.“

Andrea Dromedari

LAUF 1: Sernagiotto holt sich den dritten Sieg, während Sbirrazzuoli ausscheidet

Im ersten Lauf setzte sich Sernagiotto unverzüglich an die Spitze, gefolgt von Kuppens. Barde versuchte vergeblich, das Führungsduo unter Druck zu setzen, hielt sich dann aber im Windschatten. Während Sernagiotto seinen Vorsprung ausbaute, überholte Sbirrazzuoli zuerst Barde und dann Kuppens. Dann startete der Schweizer jedoch zu früh den Angriff auf Sernagiotto, wodurch er mit einem überrundeten Fahrzeug in Berührung kam und ausschied. Sernagiotto fuhr damit seinen dritten Sieg ein.


LAUF 2: Dromedari startet in Führung und siegt vor Ragazzi

Dromedari war die Überraschung von Lauf 2. Vom dritten Startplatz aus preschte er sofort an die Spitze vor. Unter den ersten Fünf, die innerhalb einer Zeitspanne von 3,5 Sekunden lagen, fand ein harter Kampf statt. Davon profitierte Dromedari, um ungestört auf den Siegerplatz zu fahren. Hinter ihm lieferten sich Ragazzi, Barde und Romagnoli einen harten Dreikampf. Barde und Romagnoli kamen dabei in Berührung und Romagnoli vollführte schließlich noch einen Dreher. Als Dritter wurde dadurch Venier abgewinkt, vor dem aufrückenden Romagnoli.